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Schulstart – Tipps für freudvolles und erfolgreiches Lernen

Ferienende – Schluss mit lustig, der Schulalltag beginnt für unseren Nachwuchs wieder. Viele freuen sich auch, ihre FreundInnen zu sehen und gehen motiviert ans Werk. Hier ein paar Tipps, die ein freudvolles, leichteres und effizientes Lernen begünstigen.

Planung, Konzentration, Abwechslung, aber auch Pausen und Bewegung sind wichtige Kriterien für den Lernerfolg. Tipps:

  • Lernplanung: Schularbeiten und Prüfungen in einen Kalender eintragen. Lernstoff einteilen und tägliche Lernzeit festlegen.
  • Aufwärmen: Mit einer leichten Übung beginnen, damit die Motivation steigt und nicht sofort in den Keller rasselt.
  • Erholung:  Entspannt ans Lernen gehen. Nach der Schule erst mal 20 Minuten ausruhen bzw. in der frischen Luft spielen oder sporteln und dann kann es losgehen. 
  • Pausen sind ein Muss: Kurze Lernpausen einlegen, die Aufmerksamkeitsspanne liegt je nach Alter zwischen 15 und 30 Minuten. 
  • Ordnung auf dem Schreibtisch/Lernumfeld: Gutes Licht, geordnete Lernunterlagen und ein Glas Wasser schaffen ein gesundes und gutes Lernumfeld. Dinge, die ablenken – etwa das Handy – haben auf dem Schreibtisch nichts verloren. Auch Musik im Ohr hat Pause.
  • Abwechslung erhält die Neugierde und Freude: Unterschiedliche Fächer hintereinander lernen.
  • Wiederholungen und Lernkontrolle: den Stoff regelmäßig wiederholen. Besonders effektiv ist das Wiederholen der Inhalte vor dem Schlafengehen. Am Tag der Prüfung/Schularbeit soll nichts Neues gelernt werden. Zur Kontrolle, das Gelernte laut aufsagen oder sich abfragen lassen. 
  • In der Gruppe lernen: Das stärkt die soziale Kompetenz, außerdem kann man sich gegenseitig etwas erklären und Mut machen. 

Als Lernunterstützung für Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen oder wenn sich Eltern keine Nachhilfe leisten können hat die Caritas in ganz Österreich Lerncafés eingerichtet. Ziel: kostenloses Lern- und Nachmittagsbetreuungsangebot für Kinder mit Migrationshintergrund und/oder aus sozial benachteiligten Familien zwischen 6 und 15 Jahren.

Info: Lerncafés : Caritas Oberösterreich

·      Auf guten Schlaf und Entspannung zwischendurch achten: Fernsehen und Computerspielen dürfen nicht die einzigen Entspannungsmöglichkeiten sein. Spazieren gehen, spielen, sporteln, Musik hören, Instrument spielen, Freunde treffen und und und.

Apropos Sport: Keiner sagt, dass man beim Lernen stillsitzen muss. Ruhig am Platz sitzen geht genauso wenig mit Konzentration einher wie Bewegung mit Unkonzentriertheit, meinen Sportwissenschafter. Viele Studien zeigen, dass Bewegung die Konzentration erhöht und die Durchblutung im Gehirn fördert. Diese Tatsache hat sich das Konzept „Bewegtes Lernen“ bzw. „Bewegte Schule“ mit Schwerpunktklassen an Volksschulen zunutze gemacht. (im Schulprofil ersichtlich, ob es eine solche „bewegte“ Klasse gibt).

Mit Bewegung macht das Pauken mehr Spaß

Auch Eltern können die Lernmotivation der Kinder zu Hause mit Bewegung spielerisch fördern. Gerade die Volksschüler freuen sich meist über den „frischen Wind“ beim Lernen, vor allem, wenn sie selbst mitbestimmen dürfen, welche Art der Bewegung, durchgeführt wird. 

Beispiele: Das Einmaleins auf dem Trampolin abhören; Auf dem Hometrainer das Lesen üben; bei einem Spaziergang Vokabel abfragen; auf einem Bein durchs Zimmer hüpfen und Lernstoff abfragen; sich beim Federballspielen englisch unterhalten. 

Auch Ausgleichsübungen für die Augen, Geschicklichkeitsübungen und Gleichgewichtsübungen können ins Lernprogramm eingebaut werden. 

Natürlich kann Bewegung auch zwischendurch in den Pausen als Belohnung dienen: „Wenn du die Hälfte des Rechenblattes geschafft hast, darfst du ein paar Minuten auf das Trampolin“ etc.

Bunte Jause zur Pause

Unser Oberstübchen braucht zum Lernen ausreichende und stabile Energieversorgung. Eine ausgewogene Jause beugt einem raschen Leistungs- bzw. Blutzuckerabfall entgegen. Bunte Jausenbox, lustige Servietten, kindgerecht geschnittenes Obst, Gemüse und Brot können den Gusto steigern.

Beispiele für gesunde Schuljause:

  • Vollkornbrot mit magerem Schinken, Käse, Salatblatt und Gurkenscheiben oder Topfenbrot mit Kräutern oder Schinken-Frischkäseweckerl
  • Cocktailtomaten, Gurken-oder Karottensticks
  • Apfel, Birne in Spalten (mit Zitronensaft beträufeln, dann werden sie nicht braun); Trauben, Bananen etc.

Quetschies mit püriertem Obst sollen die Ausnahme sein: 

Pürierte Fruchtzubereitungen im Quetschbeutel klingen gut als Pausensnack, können die tägliche Portion Obst aber nicht ersetzen. Viele Produkte weisen – trotz der Verpackungsangabe „ohne Zuckerzusatz“ – hohe Zuckermengen auf, da häufig Saftkonzentrate etwa aus Apfelsaft- oder Traubensaft enthalten sind. 

  • Joghurt mit frischen Früchten oder Getreideflocken; Topfencreme mit Joghurt vermischt und frischen Früchten; Smoothie mit Joghurt oder Buttermilch mit frischen Früchten.
  • Muffins aus Vollkornmehl mit Banane oder Beeren und wenig Zucker.

Trinken nicht vergessen – Naschen erlaubt

Leitungswasser, Mineralwasser, gespritzte Fruchtsäfte, ungesüßte Früchte- und Kräutertees sind ideal. Nicht geeignet sind koffeinhaltige Getränke wie Cola, Energydrinks, schwarzer und grüner Tee, Kaffee sowie stark zuckerhaltige Limonaden.

Natürlich darf auch einmal ein süßer Riegel, Schoki oder Schnitte in der Box sein – jedoch nicht täglich. Absolutes Naschverbot ist meist kontraproduktiv. Spezielle Kinderlebensmittel sind nicht notwendig. Diese enthalten oft zu viel Zucker und Fett. 

 

Fotos: freepik

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